Gesucht: Vorfahren oder Verwandte, die über ein Findelhaus zu Pflegeeltern kamen

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Von 1788 an wurde unter Joseph II. die Wiener Findelanstalt in der Wiener Alservorstadt angesiedelt, 1910 wurde sie nach Gersthof verlegt, sie erhielt nun die Bezeichnung “Niederösterreichisches Landeszentral-Kinderheim”. Nach der Trennung Wiens von Niederösterreich übernahm die Stadt am 1. Jänner 1922 die Anstalt und benannte sie “Zentralkinderheim der Stadt Wien”.

Vielen Familienforschern sind Gebär- und Findelhaus über die Suche nach Geburten in den Matriken der Pfarre Alservorstadt ein Begriff.

Übergabe von Findelkindern an Pflegefrauen

Kinderabgabe in der Findelanstalt (Illustrirtes (sic!) Extrablatt, Wien, 8. .Juni 1872) – Privatbesitz Dr. Gottfried Scholz

Für eine Publikation und Ausstellung sucht die Österreichische Gesellschaft für Familien- und regionalgeschichtliche Forschung (ÖFR) individuelle Geschichten über Menschen, die von ihren Müttern zwecks Pflege vom Gebärhaus an ein Findelhaus oder direkt an dieses und in der Folge an Pflegeeltern übergeben wurden.

Die Geschichten dieser Personen sollen auch mit ihnen im Zusammenhang stehenden Objekten erzählt werden.

Gesucht werden Objekte und dazugehörige Geschichten von Schicksalen dieser Kinder und ihres weiteren Lebenslaufs.

Erinnerungsstücke können persönliche Dokumente, Spielsachen und Alltagsgegenstande mit Bezug zu ihrer Kindheit, Postkarten und Briefe, Bekleidung, Fotos oder Filme etc. sein.

Machen Sie mit und dokumentieren Sie Ihre Findelkinder-Vorfahren bzw. -Verwandten! Helfen Sie mit, dass ihr oft schweres Schicksal nicht vergessen wird.

Übermitteln Sie uns vorerst eine kurze Geschichte Ihres Findelkindes mit den relevanten Daten, jedenfalls Geburtsdatum und -ort im Umfang von max. einer halben Seite A4 und Kopien der Bilder bzw. Dokumente sowie Fotos der Objekte.

an: office.oefr@gmx.at mit Betreff „Findelkind“ – Termin: Montag, 14. September 2020

Nach einer Auswahl der geeigneten Beiträge werden diese in einer Publikation sowie im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Die Exponate bleiben selbstverständlich im Besitz des Leihgebers und werden auch versicherungstechnisch geschützt, nach Ende der Ausstellung auch wieder an den Besitzer retourniert.

Rückfragen: Dipl.-Ing. Leopold Strenn, office.oefr@gmx.at

Mehr zum Findelhaus: https://oefr.at/2019/01/16/die-kinderabgabe-in-der-findelanstalt/

Bild: Kinderabgabe in der Findelanstalt (Illustrirtes (sic!) Extrablatt, Wien, 8. Juni 1872) – Privatbesitz Dr. Gottfried Scholz

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