Bertha von Suttner und ihre heimliche Trauung – Ein Beitrag von Günter Oppitz

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Seit den letzten August-Tagen gibt es auf meiner Homepage www.guenteroppitz.at (unter „Berühmte Persönlichkeiten”) einen Artikel über Bertha von Suttner. Im Mittelpunkt steht ihre heimliche Trauung in der Pfarre Wien 06., Gumpendorf. 

Bei der Indexerstellung für die Pfarre Gumpendorf (Trauungen zwischen 1850 und 1900) wurde ich dankenswerterweise von einer Dame aus einer E-Mail-Liste darauf aufmerksam gemacht, dass im Jahr 1876 im Kirchenbuch die heimliche Trauung von Bertha von Kinsky mit Arthur von Suttner vermerkt ist. Erst da wurde mir klar, dass es sich bei der Braut um die Friedensnobelpreisträgerin von 1905, Bertha von Suttner, handelte, die heimlich, ohne Wissen von Arthurs Eltern, dem um 7 Jahre jüngeren Sohn der sehr angesehenen Adelsfamilie Suttner das Ja-Wort gab.

Schloss Harmannsdorf. Foto: Günter Oppitz (20.07.2019)

Ausgangspunkt war die Trauungseintragung. Die Analysen der einzelnen Angaben wurden jedoch in die folgenden Kapitel eingebaut.

Die Unklarheiten und Widersprüche  bei der angeblichen Wohnadresse der Braut, Webgasse 7, führten dazu, dass im Teil 1 auch andere Adressangaben im Leben von Arthur von Suttner bzw. Bertha von Kinsky, verheiratete Suttner, untersucht wurden. Durch die diesbezüglichen Ergebnisse  konnten zwar nicht alle auftretenden Fragen beantwortet, nicht alle Unklarheiten beseitigt und nicht alle Fehler korrigiert werden, aber es wurde in einem bestimmten Kontext darauf aufmerksam gemacht. Die Wohnadressen dienten dazu, auch Hintergründe im Leben der Brautleute / Eheleute deutlich zu machen. Bei manchen Gebäuden wurden Überlegungen angestellt, die mit Bertha von Suttner nur wenig zu tun haben, aber es erschien wichtig, auch auf andere Ereignisse aufmerksam zu machen, die mit bestimmten Gebäuden verbunden waren (z.B. Hotel Metropol, Heugasse 20 / benachbartes Albert-Rothschild-Palais).

Eine punktuelle Auseinandersetzung mit den Wohnadressen birgt natürlich die Gefahr, dass der Leser den Überblick verliert und dass ihm die Verknüpfung mit dem Leben von Bräutigam und Braut fehlt. Deshalb habe ich im Teil 2 in den Kapiteln 5 bis 8 vier unterschiedlich lange Phasen im Leben der Bertha von Suttner, geb. Kinsky, zusammengefasst. Vor allem die erzählerischen Kapitel 5, 6 und 8 könnten auch als vorbereitende biografische Lektüre dienen.

Eine besondere Funktion hat das Kapitel 7, in dem versucht wird, manche Widersprüche zwischen Kirchenbucheintragung und Memoiren zu klären bzw. der Wahrheit etwas näherzukommen.

Eine weitere Orientierungshilfe für den Leser sollen die zahlreichen Querverweise auf andere Kapitel dieses Artikels bilden.

Ein großes Problem stellte die Quellenlage dar: Die meisten Werke über Bertha von Suttner stützen sich praktisch ausschließlich auf ihre persönlichen Aufzeichnungen, und diese sind recht lückenhaft. Auf diese Schwierigkeit wird besonders in der Einleitung und in der Zusammenfassung Bezug genommen.

Gedenktafeln für Bertha von Suttner im Hausflur ihres Wohn- und Sterbehauses Wien I Zedlitzgasse 7 – Foto Günter Oppitz 01 02 2019

Es handelt sich um die Erstfassung eines Aufsatzes, bei dem aufgrund von neuen Erkenntnissen, derzeit noch ausstehenden Materialien, Rückmeldungen usw. noch Änderungen bzw. Updates zu erwarten sind.

Viel Freude mit diesem Artikel wünscht

Günter Oppitz

 

Links:

Bertha von Suttner, geb. Kinsky. Heimliche Trauung und Wohnadressen – Langfassung oder

Bertha von Suttner, geb. Kinsky. Heimliche Trauung und Wohnadressen – Einzelkapitel

Fotos:

Schloss Harmannsdorf. Foto: Günter Oppitz (20.07.2019)

Gedenktafeln für Bertha von Suttner im Hausflur ihres Wohn- und Sterbehauses Wien I., Zedlitzgasse 7 – Foto: Günter Oppitz 1.2.2019

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