
US-Militärakten und die vom US-Nationalarchiv verwalteten Bestände sind für die genealogische Forschung (Ahnen- und Familienforschung) in Österreich von unschätzbarem Wert, weil sie historische Lücken schließen können, die durch Kriegszerstörungen in Europa entstanden sind.
Während in Österreich viele Dokumente im und nach dem Zweiten Weltkrieg vernichtet wurden, bewahrten die US-Streitkräfte beschlagnahmtes Archivmaterial akribisch auf. Für die österreichische Ahnenforschung sind diese Akten aus drei Hauptgründen unverzichtbar:
Das Erbe des “Berlin Document Center” (BDC)
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs retteten US-Truppen tonnenweise NS-Akten vor der Vernichtung. Diese wurden im Berlin Document Center unter US-Verwaltung gestellt und später mikroverfilmt.
Unterlagen aus der US-Besatzungszeit (1945–1955)1
Da Salzburg und Oberösterreich sowie Teile Wiens nach dem Krieg in der US-Besatzungszone lagen, liefen alle administrativen und sicherheitsrelevanten Prozesse über das US-Militär. Das betrifft sowohl Entnazifizerungsakten als auch Suchdienst-Akten für Flüchtlinge und Zwangsarbeiter.
Auswanderung und US-Militärdienst
Viele Österreicher, die während der Weltwirtschaftskrise oder auf der Flucht vor dem NS-Regime in die USA emigrierten, traten dort in die US-Armee ein (z. B. im berühmten „Austrian Battalion“ der US-Armee)
Nutzen Sie den gratis Zugang zu diesen Akten über die Plattform myHeritage zwischen 22. und 26. Mai 2026.


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